Prinzipien guter Führung im Altenpflegebereich

Die Qualität der Mitarbeiter eines Unternehmens ist für seinen strategischen Markterfolg entscheidend - das gilt für Altenpflegeheime genauso wie für wirtschaftliche Großunternehmen. Aber: Mitarbeiterauslese kostet Zeit und Geld. Die Fehlbesetzung von Stellen richtet meist großen Schaden an, weil dadurch Ressourcen- und Umsatzlücken entstehen. Hier bedarf es einer Kooperation zwischen Heimleitung und Pflegedienstleitung, um zusammen ein maßgeschneidertes Mitarbeiterprofil zu erstellen. Dieses soll gewährleisten, dass tatsächlich nur solche Mitarbeiter in das Unternehmen kommen, die den konkreten Anforderungen wirklich gewachsen sind und die anstehenden Aufgaben effizient bewältigen können. Es reicht nicht aus, kompetente und engagierte Arbeitskräfte zu rekrutieren: Gerade im Bereich der Altenpflege spielen Team-geist und Konfliktfähigkeit eine entscheidende Rolle. Ist dieser erste Schritt geschafft und der Mitarbeiter gefunden, stellt sich die Frage der optimalen Einarbeitung. In aller Regel sind es nicht fachliche Schwierigkeiten, mit de-nen der neue Mitarbeiter in den ersten Wochen und Monaten zu kämpfen hat, sondern vorwiegend psychologische und soziale Probleme, die ein Einarbeitung massiv er-schweren können. Der Neue erwartet zu Recht eine Starthilfe von Seiten des Betriebes, die sich keinesfalls in der reinen Arbeitsunterweisung erschöpfen darf. Praktische Un-tersuchungen haben gezeigt, dass die Arbeits- und Einsatzbereitschaft des Neuen von der Art und Intensität der ihm entgegengebrachten Hilfen abhängig ist. 7 pflegiade-Regeln für die Integration neuer Mitarbeiter: 1) Nehmen Sie sich Zeit! 2) Führen Sie den neuen Mitarbeiter schrittweise an seine Tä- tigkeit heran! 3) Mindern oder verhindern Sie Enttäuschungen! 4) Gestaltung Sie die Einarbeitungszeit aktiv! 5) Geben Sie dem „Neuen“ Ermutigung und Anerkennung! 6) Bauen Sie Unsicherheiten ab! Prinzipien guter Führung im Altenpflegebereich Mentoring 7) Fördern Sie den Mitarbeiter! Um diese pflegiade-Ziele zu erreichen, bietet sich nach meinen Erfahrungen vor allem das Patenschafts- oder Mentorenmodell an. Dabei steht dem neuen Arbeitnehmer über ein Jahr lang ein „alteingesessener“ Mitarbeiter als Mentor, d. h. als kollegialer Berater, zur Seite. Dieser betreut ihn durch regelmäßige Treffen und Telefonate und übernimmt für die Qualität der Einarbeitung die volle Verantwortung. Eventuell auftretende Fragen oder Probleme können so kurzfristig und informell geklärt werden, und der neue Mitarbeiter fühlt sich besser ins Team integriert und kann schneller und effektiver in seine Tätigkeit einsteigen.





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